Wissenschaftsspielplatz

Der Wissenschaftsspielplatz ist mit seiner Verbindung von Spiel und Wissenschaft ein Symbol für den Campus der Universität Wien als Erholungsraum mit wissenschaftlichem Umfeld.

Der Wissenschaftsspielplatz wurde anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Campus der Universität Wien aufgebaut und am 11. Juli 2008 von Vizebürgermeisterin Brauner und Rektor Winckler in einem feierlichen Rahmen eröffnet.

Acht Objekte im Hof 7 des Campus der Universität Wien laden Kinder, aber auch neugierige Erwachsene, zum Staunen, Ausprobieren, Nachdenken und Diskutieren ein.

Die Möbiusschleife

Wissenschaft stellt Vorstellungen auf den Kopf

Alles hat eine Vorder- und eine Rückseite, sogar die kleinsten Zellen oder die größten Planeten. Normalerweise! Das so genannte Möbiusband ist ein ganz besonderer Gegenstand, der eine Kante hat und eine Fläche, aber kein innen und kein außen und kein hinten und kein vorne. Das Möbiusband ist einseitig.

Du glaubst das nicht?
Dann probiere es aus und lass dich verblüffen. Das Möbiusband ist nämlich ein Symbol dafür, dass es in der Wissenschaft ganz wichtig ist, sich nicht davon leiten zu lassen, was normalerweise gilt. Denn die Wissenschaft stellt manchmal Vorstellungen auf den Kopf.

Hier eine Bastelanleitung

Das Prisma

Wissenschaft schärft den Blick

Scheint die Sonne auf ein Prisma, so wird das Licht gebrochen und ein Stück Regenbogen wird sichtbar. Hält man das Prisma vor die Augen, so entstehen an jedem Übergang zwischen Hell und Dunkel farbige Ränder. Die so genannten Spektralfarben werden sichtbar. Die Spektralfarben lassen sich nicht weiter zerlegen; führt man alle Spektralfarben zusammen, entsteht weißes Licht.

Auch in der Wissenschaft versucht man den Forschungsgegenstand in seine Einzelteile zu zerlegen und auch in der Wissenschaft ist man manchmal verblüfft darüber, wie vielfältig und bunt diese Einzelteile sein können.

Die Rieseltafel

Wissenschaft schafft Strukturen

Die Rieseltafel ist mit Körnern in verschiedenen Größen gefüllt. Durch Drehung der Tafel rieseln die Körner durch die Tafel, so als würdest du eine Sanduhr umdrehen. Die Körner sind allerdings unterschiedlich groß und sie rieseln in verschiedenen Geschwindigkeiten. Dabei kann beobachtet werden, dass sich nach der Regel „Gleiches zu Gleichem“, Größeres zu Größerem, Schwereres zu Schwererem bewegt und sich Schichten bilden, die auch farblich sichtbar werden.

Die Struktur ist der innere Aufbau einer Sache, die Art und Weise wie einzelne Teile zu einem Ganzen verbunden sind. In der Wissenschaft geht es auch oft darum Zusammenhänge zu finden und Teile zu einem Ganzen zusammmenzufügen, sie also zu strukturieren.

In der Natur gibt es diesen Vorgang auch, etwa bei der Entstehung von Gesteinsschichten, die über Milliarden von Jahren entstanden sind. Es bilden sich Strukturen aus.

Hier findest du übrigens eine Mineralogie-Spieleseite der Universität Wien!

Der Rechentrick

Wissenschaft verblüfft

Die Wissenschaft sucht und findet Lösungen für komplexe Fragestellungen. Auch das Lösen einer mathematischen Aufgabe kann verblüffende Erkenntnisse bringen.

Den Rechentrick des Wissenschaftsspielplatzes gibt es auch in der virtuellen Welt zum Ausprobieren!

Und wenn du die Lösung wissen willst: Vielleicht hilft dir diese Formel:

x = 1. Ziffer
y = 2. Ziffer
10x + y – (x + y) = 10x + y – x – y = 9x

Ist nun alles noch rätselhaftiger?

Der Rechentrick konnte dank der Firma BOC realisiert werden.

Die Lupenliegen

Wissenschaft beobachtet

Die Beobachtung ist ein wichtiges Instrument der wissenschaftlichen Forschung. Beobachtung braucht Zeit und auch ein wenig Geduld, denn manchmal muss man auf das, was man beobachten will, auch warten. Und es braucht Genauigkeit, denn für die Wissenschaft müssen die Beobachtungen sorgsam dokumentiert und ausgewertet werden.

In der Forschung muss man genau hinsehen, um Neues zu entdecken, Ungewöhnliches herauszufinden oder Besonderheiten zu erkennen. Die Lupe ist dafür ein Symbol, denn manchmal reicht das bloße Auge nicht aus, um zu beobachten, was man beobachten will. Wenn du ganz genau beobachten willst, dann kannst du das mit einer Lupe machen, du kannst aber auch andere Möglichkeit der Vergrößerung nutzen.

Hast du etwa gewusst, dass ein Wassertropfen, wie eine Lupe sein kann?

Probiere es aus! Hier siehst du, wie es funktioniert: Wassertropfenlupe

Der Perspektivenstuhl

Wissenschaft ändert Perspektiven

Der Perspektivenstuhl – erstmals präsentiert durch Jean Beuchet 1963 – verblüfft dadurch, dass Teile, die voneinander getrennt sind, von unserem Auge als zusammengehörig gesehen werden.

Die Sitzfläche des Sessels befindet sich in einem Abstand zu den Sesselbeinen. Aber von einem bestimmten Beobachtungspunkt erscheinen die Teile als ganzer Sessel. Wenn nun eine Person auf der Sitzfläche sitzt, glauben wir, dass diese Person genauso nah ist, wie die Sesselbeine. Die Person erscheint uns aber – weil sie ja in Wahrheit weiter weg ist – ein wenig zu klein geraten.

In der Wissenschaft ist es ganz wichtig, die Perspektiven – also die Blickwinkel – immer wieder zu ändern. Nur so läuft man nicht Gefahr, dass man getäuscht wird.

Du interessierst dich für Optische Täuschungen? Hier ein Linktipp: http://www.michaelbach.de/ot/index-de.html

Der Perspektivenstuhl konnte dank der Firma Stangl International realisiert werden.

Die Sprechröhren

Wissenschaft kommuniziert

Schon im Altertum benutzte man Sprechröhren, um sich mit Schallgeschwindigkeit über Distanzen, die für ein normales Gespräch zu weit waren, verständigen zu können. Lange bevor es Telefone gab, konnte man damit zum Beispiel in einem Haus zwischen den Stockwerken kommunizieren.

Kommunikation ist der Austausch von Nachrichten oder Informationen. Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit.

Wissenschafter*innen kommunizieren mit anderen Wissenschafter*innen, um sich über wissenschaftliche Fragestellungen auszutauschen aber auch mit all den Menschen, für die Wissenschaft gemacht wird.

Wenn du dir deine eigene Sprechröhre basteln willst, probiere es mal mit der Bechertelefonie und bespreche mit deinen Freund*innen deine neuesten Ideen!

Die Spiegelbänder

Wissenschaft kombiniert

Spiegel sind reflektierende Flächen, die Abbilder erzeugen. Spiegel gibt es schon seit 7000 Jahren und ermöglichen uns einen Blick auf uns selbst.

Mit Spiegelbändern kann man verblüffende Bilder von sich und seinem Gegenüber erzielen, es entstehen lustige Bildkombinationen.

Neue Erkenntnisse in der Wissenschaft ergeben sich oft daraus, dass Dinge kombiniert werden, die auf den ersten Blick gar nicht zusammengehörig sind.

Was man mit Spiegeln alles machen kann: Spiegelquiz

Idee und Konzept: Kinderbüro der Universität Wien gGmbH
Ausführung von 6 Objekten: Mag. Peter Kermann, Dekorationsbau
Grafische Gestaltung: Vlatka Nikolic Onea

Wir danken den Förderern des Wissenschaftsspielplatzes: Innovationszentrum Universität Wien GmbH, Universität Wien