Prämiertes Bildungsprojekt: Der UniClub des Kinderbüros

8. Juni 2018

© Kinderbüro der Universität Wien

Am 7. Juni war es im Marmorsaal am Stubenring 1 in Wien soweit. In Anwesenheit vieler Prominenter aus Wissenschaft und Forschung, Politik und Kultur wurden die Sustainability Awards 2018 überreicht.
Das Kinderbüro der Universität Wien erhält mit dem Projekt „UniClub“ und somit für nachhaltige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung den Award im Handlungsfeld Studentische Initiativen.
Lehramtsstudierende unterstützen im UniClub als StudyBuddies 13 – 19-jährige Jugendliche, die als Flüchtlinge oder MigrantInnen nach Österreich gekommen sind und höhere Bildung anstreben, beim Lernen, bestärken sie auf ihrem Bildungsweg und lernen im Miteinander-Tun auch voneinander.

Für das Kinderbüro übernommen haben den Award die StudentInnen und StudyBuddies Eva und Pia.

Informationen zum UniClub
Blog von StudyBuddy Pia

 

Zu den Sustainabitlity Awards

Diese Auszeichnung, die seit 2008 alle zwei Jahre vergeben wird, holt Nachhaltigkeitsinitiativen österreichischer Hochschulen vor den Vorhang. Eine prominente sechsköpfige Jury aus Wissenschaft und Gesellschaft hat dieses Jahr insgesamt 76 Einreichungen von 26 Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen begutachtet und die GewinnerInnen in acht Handlungsfeldern ausgewählt. Die Siegerprojekte sind dabei so vielfältig wie die nachhaltige Entwicklung selbst und berücksichtigen neben Umweltaspekten auch soziale Anliegen und wirtschaftliche Entwicklungen.

Übergeben wurden die Awards von Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Bundesminister Heinz Faßmann.

Ministerin Köstinger äußerte sich unter anderem zur großen Bedeutung der Universitäten im Nachhaltigkeitsdiskurs: „Einerseits fungieren Hochschulen als Impulsgeber zur Lösung praktischer Probleme und andererseits als Plattformen zur Verbreitung von Wissen und Fertigkeiten. Zusätzlich verbinden sie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen miteinander und sind damit wertvolle Begegnungsstätten und Knotenpunkte für die gesellschaftliche Integration.“

Bundesminister Faßmann erläuterte diese Komplexität näher: „Die gegenwärtigen globalen und lokalen Nachhaltigkeitsherausforderungen sind gekennzeichnet von wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Trends und sich damit einer schnellen oder einfachen Lösung entziehen. Eine erfolgreiche Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung kann daher Nachhaltigkeitsherausforderungen nicht einzeln bearbeiten, sondern berücksichtigt die Komplexität, ihre potenzielle gegenseitige Verstärkung, ihre jeweiligen geographischen und zeitlichen Kontexte, kulturelle Unterschiede sowie inhärente Konflikte von Zielen und Interessen.“